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Banken und andere Finanzinstitute stellen normalerweise keine Finanzierungen für Jungunternehmen zur Verfügung, es sei denn, es existiere eine Deckung (z.B. durch eine Bürgschaft oder auch ein Wertpapierportfolio, privates Vermögen usw.). Erst nach zwei Jahren erfolgreicher Tätigkeit (mit Erfolgsrechnungen und Bilanzen, die ein erfolgreiches Wirtschaften über zwei Jahre belegen) wird ein Fremdkapital-Kredit auf Blanko-Basis geprüft.

Sobald der Markteintritt geschafft ist, kann eine Bank einen Beitrag leisten, z. Bsp. mit der Vorfinanzierung von Debitoren in der Wachstumsphase (meistens mit Debitorenzession verbunden).

In den letzten Jahren allerdings haben verschiedene Banken mit Staatsauftrag Projekte gestartet, um Jungunternehmen mit Krediten, Mezzanine-Kapital oder auch Anteilen zu finanzieren oder mitzufinanzieren. Bereits seit einigen Jahren in diesem Bereich aktiv ist die Zürcher Kantonalbank ZKB mit ihrer Abteilung Start-up Finance. Inzwischen haben auch viele weitere Kantonalbanken entsprechende Produkte im Angebot.

In der Regel haben diese Finanzinstitute klare Investitionsrichtlinien anhand derer entschieden wird, ob ein Projekt ins Portfolio aufgenommen wird oder nicht. Hier stehen in der Regel die Wachstumsmöglichkeiten im Vordergrund; es geht um die Frage, ob das Unternehmen Arbeitsplätze schaffen kann, ob es irgendeiner Form von Innovation zeugt, und so weiter.

Die (kantonalen) Finanzinstitute mit einem Förderprogramm haben in der Regel einen sehr klar strukturierten Entscheidungsprozess. Bei der ZKB beispielsweise dauert der gesamte Prozess in der Regel höchstens sechs Wochen.