Selbstmarketing ist ein Dauerbrenner bei Start-ups
Nicht alle Unternehmer/-innen beherrschen von Beginn an die Fähigkeit, sich optimal zu vermarkten; obschon dieser Aspekt für den Erfolg des Geschäftes überlebenswichtig ist. Wenn man den Start in die Selbständigkeit wagt, ist es weniger das Produkt oder die Dienstleistung, welche begeistert, sondern die Person dahinter muss überzeugend sein. Ziel des Selbstmarketings ist, die eigene Person als Markenpersönlichkeit zu etablieren. Idee ist, das was in der Produktwerbung die Marken erfolgreich macht, auch zur Profilierung der eigenen Person dienen kann. Inspiriert von unserem Kurstag „Professionelles Selbstmarketing", finden Sie folgend einige Tipps:
Eigenprofil – Stärken - Potential:
Wo liegen Ihre Schwächen, wo die Stärken? Fokussieren Sie in der Kommunikation auf Ihre Stärken. Sprechen Sie über Ihre Erfolge und lassen Sie das Gegenüber teilhaben am guten Gefühl, welches damit verbunden ist.
Weisen Sie dort auf Schwächen (oder anders gesagt: „Potential") hin, wo diese beispielsweise als vertrauensbildende Massnahme eingesetzt werden kann (beispielsweise beim Gespräch mit einem Investor ist es entscheidend, auch Kompetenzlücken aufzudecken. So zeigen Sie, dass Sie fähig sind, eine Situation realistisch einzuschätzen).
Was ist speziell an mir?
Spielen Sie mit der Zusammensetzung Ihres Kompetenzportfolios und überlegen Sie, wie Sie wahrgenommen werden wollen und mit welcher Profilzusammenstellung Sie das erreichen werden. Ganz entscheidend ist die Authentizität. Geben Sie nie vor, etwas zu sein, was Sie nicht sind. Ein vom Referent genanntes Beispiel ist Roger Federer; seine mentale Stärke, gepaart mit seinem glaubwürdigen Image stellt eine starke Marke dar, welche nicht leicht zu kopieren ist. Das ist speziell. Wenn Sie Mühe haben, selber herauszufinden, welches Ihr Alleinstellungsmerkmal ist, dann fragen Sie Leute aus Ihrem Umfeld (Fremdbild) und blicken Sie zurück, was Ihnen speziell gut gelungen ist oder was Ihnen Spass gemacht hat und entwickeln Sie diese Fähigkeiten weiter.
Klare Ziele / Wahrnehmung:
Setzen Sie positive Ziele. Ein Teilnehmer meinte, er wolle versuchen, sich auf einem schwierigen Markt selbständig zu machen. Wie schätzen Sie seine Erfolgschancen ein? Eher gering! Sie sind daher gering, weil er selber nicht an sein Ziel glaubt und das würde auch ein potentieller Investor so wahrnehmen. Der Mensch neigt dazu, zu glauben, was er/sie sich vorstellt. Das kann man sich auch zu Nutze machen. Der Teilnehmer wirkt nicht nur für sich, sondern auch für andere motivierter, wenn er sagte: „Ich werde mich selbständig machen und ich freue mich auf die neuen Herausforderungen".
Elemente:
Elemente des Selbstmarketings sollen den Wiedererkennungswert prägen. Dazu gehören beispielsweise:
Accessoires
Wiedererkennbare Stilelemente im Schriftverkehr, z. B. Grußformeln wie mit sonnigen Grüßen etc.
Farben und Formen, z. B. immer nur Schwarz-Rot tragen, etc.
Umgangsformen
Gestik
Mimik
Überall denselben Brand benutzen, bsp. sämtliche oberen linken Ecken sind rot auf Ihrer Website, auf Ihrem Briefpapier, etc.
etc.
Weitere Tipps:
http://www.ausbildung-weiterbildung.ch/karriere-ratgeber.pdf
Literaturtipps:
Herbst, Dieter: Der Mensch als Marke, Göttingen 2003. ISBN 3934424058
Seidl, Conrad / Beutelmeyer, Werner: Die Marke ICH, Wien 1999, 2. Aufl. 2003. ISBN 3832310126
Mummenday, Hans Dieter: Psychologie der Selbstdarstellung, Göttingen; Bern; Toronto; Seattle 1995 ISBN 3-8017-0709-1
Diverse Bücher von Wüst, Petra (Gezielt einmalig, Profil macht Karriere, Self Branding für Manager)
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