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So vermeiden Sie klassische (PowerPoint)Präsentationsfehler

28.10.2009

Ruth Imholz

 info@btools.ch

Nach wie vor haben viele Personen Mühe, etwas vor Publikum zu präsentieren. Da kommen Computerprogramme wie PowerPoint wie gerufen. Oft hat man den Eindruck, dass sich der Vortragende hinter den Slides verstecken will oder dass er diese derart aufbläht, dass das kontraproduktiv wird. Generell bei Vorträgen gilt: Übung macht den Meister; aber beim Thema PowerPoint bedarf es mehr Infos:

Weniger ist mehr
Viele Redner/-innen übertreiben masslos mit ihren PowerPoint-Präsentationen und es geht eine Flut von Bildern und Animationen auf die Anwesenden ein. Wenn Sie möchten, dass das Publikum Ihre Botschaft versteht und idealerweise auch nicht gerade wieder vergessen soll, lohnt es sich, lediglich verständliche Tabellen und Grafiken zu erstellen, die verdeutlichen, was der Redner vermitteln möchte. Eine Faustregel besagt: Fünf Wörter pro Zeile und fünf Zeilen pro Folie sind genug.

Nicht vorlesen
Eine weit verbreitete Angewohnheit von PowerPoint-Benutzern ist es, den Zuhörern die Präsentation auf den Folien vorzulesen. Das macht selbst eine visuell ansprechende Präsentation langweilig. Erläutern Sie die Folien, anstatt diesen nur zu wiederholen. Ebenso wichtig ist es, Augenkontakt mit den Zuhörern herzustellen, dies ist beim Vorlesen fast unmöglich.

Pausen machen
Geben Sie den Zuhörern ausreichend Zeit, um den Inhalt der Folie zu verarbeiten, indem Sie bei Folienwechsel kurz pausieren, damit der Inhalt von den Anwesenden gelesen werden kann. So können sie auch Ihren ausführenden Bemerkungen besser folgen.

Handouts erst nach der Präsentation
Kein Vortragender spricht gerne zu Zuhörern, die damit beschäftigt sind, eine Zusammenfassung der Präsentation zu lesen. Vermeiden Sie, dass die Zuhörer Ihrem Handout folgen, während Sie Ihren Vortrag halten, und halten Sie das Handout bis zum Ende zurück. Ausnahme: Der Teilnehmende soll Notizen machen oder der Stoff ist umfangreich; dann kann das Handout dazu dienen, verpasste oder nicht verstandene Infos rasch nachzulesen.

PowerPoint nicht ins Zentrum stellen
PowerPoint ist am effektivsten, wenn es als visuelle Unterstützung des gesprochenen Worts eingesetzt wird. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Stellen Sie einen Kontakt zum Publikum her. Dies verschafft den Zuhörern nicht nur eine Pause für die Augen, sondern erleichtert es auch, die Aufmerksamkeit auf verbale Interaktion zu lenken, zum Beispiel für Gruppendiskussionen oder Zuhörerfragen.

Setzen Sie gezielt Bilder und Grafiken ein
Verwenden Sie eigene Bilder, Grafiken oder Videos, um eine größere visuelle Vielfalt zu erhalten. Dies gilt aber nur dann, wenn das Bild oder die Grafik selber eine grössere Aussagekraft hat als wenn Sie die Zahlen oder Fakten in der Aufzählungsform präsentieren würden.

Gute Vorbereitung
Selbstverständlich gehört eine gute Vorbereitung dazu: Sind alle Quellen angegeben? Keine Schreibfehler mehr? Haben Sie die Präsentation durchgespielt? Können Sie die Sprechzeit einhalten (Uhr mitnehmen). Stimmt die Reihenfolge? Sind die Slides zielgruppengerecht aufbereitet? Was für kritische Fragen könnten auftauchen? Was möchten Sie als Einstieg bringen? Wissen Sie, wie die technische Ausstattung am Vortragsort aussieht? Was, wenn der Beamer ausfällt (evt. Folien mitnehmen?). Je mehr Sie sich vorbereiten, desto weniger kann Sie aus dem Konzept bringen.

Authentizität
In der exponierten Situation eines Präsentators ist es nahezu aussichtslos, dem Publikum etwas vorgeben zu wollen, was nicht ist. Präsentieren Sie sich so, wie Sie sind! Da nützt auch die beste PowerPoint-Präsentation nicht (um sich zu verstecken oder um abzulenken). Erzählen Sie keine Witze vor Publikum, wenn das schon im Freundeskreis nicht gelingt. Legen Sie offen, wie wichtig Ihnen die Botschaft ist, wenn Sie stark unter Lampenfieber leiden sollten. Jedes Referat ist einzigartig und bekommt durch Sie eine unverwechselbare Prägung; nutzen Sie das zu Ihren Gunsten!

Mehr Tipps zum Thema können Sie an unserem Kurstag Sicher auftreten und präsentieren vor Publikum von Patrick Rohr erfahren.

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