Erfolgsfaktor Kreativität im Business
Überall ist man ständig auf der Suche nach neuen Ideen. Kreativität ist das gängigste Werkzeug, woraus sich Ideen generieren lassen. Kreativitätstechniken werden oft für die Ideensuche für eine Geschäftsgründung eingesetzt. Ganze Marketingkampagnen bauen auf neuen Ideen auf. Im Umgang mit Kunden ist Ideenreichtum ebenfalls nützlich. Aber auch für den Problemlösungsprozess sowie auch für den Innovationsprozess ist Kreativität unverzichtbar. Die Business Tools lanciert im Herbst einen neuen Kurstag zum Thema „Erfolgsfaktor Kreativität im Business" und hat sich in diesem Zusammenhang über die gängigsten Kreativitätstechniken erkundigt. Hier eine kleine Auswahl davon:
Brainstorming
Das Brainstorming beschreibt eine Art Ideensammlung bei der alle Teilnehmer/-innen ihre Assoziationen mit dem Thema aussprechen oder aufschreiben. Von einem Protokollführer werden die noch unstrukturierten Vorschläge gesammelt und nach Themengebieten und Realisierbarkeit gereiht.
Brainwriting
Auch hier werden wechselseitige Assoziationen gebildet. Statt im Gespräch ausgesprochen, werden die Ideen aufgeschrieben und unter den Teilnehmern ausgetauscht. Die Sitzungsteilnehmer sollen sich von den niedergeschriebenen Ideen ihrer Kollegen anregen lassen und sie weiterentwickeln. Gruppendynamische Prozesse treten in den Hintergrund.
Mind Map
Das Mind Map dient einerseits der Ideenfindung als auch gleichzeitig der Ideenstrukturierung und Visualisierung der Assoziationen aller Gruppenmitglieder. Dazu werden Worte, Bilder, Farben und Elemente verwendet. Auf einem Bogen Papier, einem Flipchart oder Tafeln werden die Ideen gesammelt und sofort strukturiert einem Bereich zugewiesen und passend miteinander verlinkt.
Kopfstandtechnik
Bei dieser Technik werden Lösungsmöglichkeiten zu einem vorgegebenen Thema durch die Entwicklung von Ideen zu dem exakt entgegengesetzten Problem generiert. D.h. die Problemstellung wird umgekehrt und über Methoden wie das Brainstorming oder ein Mind Map zu lösen versucht.
Osborn-Technik
Benennen Sie Ihr Problem und versuchen Sie dann, es unter folgenden Gesichtspunkten zu analysieren:
Wofür kann ich es noch verwenden? Kann ich es anders einsetzen?
Weist das Problem auf andere Ideen hin? Ist es etwas anderem ähnlich?
Was läßt sich ändern? Welche Eigenschaften lassen sich umgestalten?
Läßt sich etwas vergrößern, hinzufügen, vervielfältigen?
Läßt sich etwas verkleinern, wegnehmen, verkürzen?
Was kann ersetzt werden? Welche Bedingungen können geändert werden?
Kann die Reihenfolge oder Struktur geändert werden?
Kann die Idee ins Gegenteil gekehrt werden? Kann der Ablauf umgekehrt werden?
Können Ideen kombiniert oder Personen verbunden werden?
Reizwort-Technik
Benennen Sie Ihr Problem. Schlagen Sie dann das Lexikon auf einer beliebigen Seite auf und wählen Sie spontan einen Begriff. Schreiben Sie alle Eigenschaften auf, die Sie mit diesem Reizwort verbinden. Ordnen Sie dann Ihrem Problem diese Eigenschaften zu.
SWOT-Analyse
Die Abkürzung SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities sowie Threats. Mit diesem Werkzeug sollen die Bedingungen für das Erreichen eines bestimmten Zieles analysiert werden, wobei man das Problem bzw. die Fragestellung anhand der 4 oben genannten Kriterien zerlegt um daraus Maßnahmen abzuleiten.
Storyboard
Diese Methode ist eine aus der Filmindustrie übernommene Technik, um etwa Präsentationen klar darzustellen und aufzubauen. Dabei wird, nachdem das Thema definiert ist, jeder Folie eine aussagekräftige Botschaft zugewiesen und diese mit Inhalt gefüllt. Die Folien haben damit klare Statements, und bilden einen nachvollziehbaren "Erzählfluss".
Synektik
Problemfremde Strukturen werden kombiniert mit sachlich unzusammenhängenden Wissenselementen. Mit dem Bilden von Analogien wird sich bewusst vom eigentlichen Problem entfernt. So werden z.B. Problemzusammenhänge aus dem technischen Bereich mit Analogien aus der Natur verbunden (Fallschirm - Pusteblume). Es geht bei der Synektik um die Reorganisation von unterschiedlichem Wissen zu neuen Mustern.
Ursache-Wirkungs-Diagramm
Diese Methode baut auf den vorherigen Techniken auf, und hilft bei der Strukturierung der Ergebnisse. Nach der Problemformulierung und Festlegung der Haupteinflussgrößen werden die Ursachen des Problems erarbeitet. Danach folgen die Visualisierung und Prüfung auf Vollständigkeit, die Generierung einer Aussage sowie die Überprüfung dieser auf Richtigkeit.
Umkehr-Methode
Formulieren Sie Ihr Problem in sein Gegenteil um. Mit Hilfe des Brainstormings finden Sie für diese Problematik Lösungsvorschläge. Kehren Sie diese Ideen wiederum in ihr Gegenteil um und analysieren Sie ihre Umsetzbarkeit für Ihr eigentliches Problem.
Visualisieren
Bei der Visualisierung machen Sie sich vom gewünschten Ergebnis in Gedanken ein positives Bild. Stellen Sie sich vor, wie das Ergebnis aussehen soll. Üben Sie Ihre Vorstellungskraft, denken Sie "Kopffilme" aus; Sie können sie anhalten, von vorne laufen lassen und neu drehen. Es geht immer wieder darum, sich das, was man will, so bildhaft wie möglich und in Einzelheiten vorzustellen.
6-Hut-Prinzip
Sie haben sechs symbolische Hüte zur Verfügung. Jeder dieser Hüte steht für eine bestimmt Denkrichtung. Das Prinzip dieser Methode liegt darin, nacheinander verschiedene Standpunkte einzunehmen und auszudrücken. Geeignet für komplexe Problemstellungen.
Der weiße Hut steht für Objektivität und Neutralität. Die persönliche Meinung ist vollkommen unwichtig.
Der rote Hut steht für das ganz persönliche Empfinden und die subjektive Meinung.
Der schwarze Hut benennt alle sachlichen Argumente, aber keine negativen Gefühle.
Der gelbe Hut nennt die objektiven positiven Eigenschaften, d.h. Chancendenkend.
Der grüne Hut führt hin zu neuen Ideen. Er steht für Kreativität und Alternativen. Kritische Bemerkungen sind nicht erlaubt.
Der blaue Hut steht für Kontrolle und Organisation, d.h. der Träger dieses Hutes blickt von einer höheren Ebene auf den Gesamtprozess.
Sie können als Einzelperson die Hüte nacheinander aufsetzen und schreiben sich Ihre Eindrücke dazu auf. In der Gruppe kann eine Person benannt werden, die die Aussagen mitschreibt oder die Gruppe lässt ein Band mitlaufen, um das Gesagte aufzunehmen.
Weitere Informationen:
Eine Visualisierung einiger der oben genannten Techniken finden Sie hier
Weitere Techniken und Methoden sehen Sie hier
Auf books.google.ch Stichwort "Kreativität" eingeben und Leseproben ansehen
- 0 Kommentare



Mein Kommentar