Man kann nicht nicht kommunizieren
Dies wurde bereits im Jahre 1921 von Paul Watzlawick erkannt. Seine Theorie baut darauf, dass wenn sich zwei Personen wahrnehmen, diese auch miteinander kommunizieren auf verschiedenen Ebenen. Wie sieht das konkret im Geschäftsalltag aus?
Jede/r kommuniziert automatisch und unbewusst mit Gestik, Ausdruck, Reaktion, usw. selbst wenn kein Wort gesprochen wird. Kommunikation verläuft im Alltag oftmals selbstverständlich und wird selten hinterfragt. Erst bei kommunikativen Missverständnissen wird man sich der Kommunikation als ein komplexes Phänomen bewusst. Da macht es durchaus Sinn, die kommunikativen Fähigkeiten zu verbessern. Insbesondere im Geschäftsalltag lassen sich viele Verständigungsprobleme vorbeugen, indem man versucht, seine Botschaft verständlich(er) zu kommunizieren und auf Körpersignale zu achten. Es gibt unzählige Bücher und interessante Websites zu diesem Thema; hier einige Tipps vorweg:
Der Ersteindruck zählt
Verbale Kommunikation ist ohne nonverbale Elemente nicht möglich. Ob Ihre Argumentation beispielsweise bei einem Kunden als glaubwürdig wahrgenommen wird, hängt weitgehend vom ersten (nonverbalen) Eindruck ab. Während verbale Aussagen leicht kontrolliert werden können, ist es schwierig, auch den körperlichen Ausdruck adäquat anzupassen. Das Gegenüber spürt meist intuitiv, ob man auch selber davon überzeugt ist, was man erzählt, daher ist Authentizität wichtig. Auch ein direkter Blickkontakt, entspannte Körperhaltung sowie ein gepflegtes Auftreten und branchentypische Kleidung können die nonverbale Ausdrucksweise unterstützen. Tipp: Filmen Sie sich bei einigen Probegesprächen, stellen Sie den Ton ab und beobachten Sie auch Ihre eigenen Körpersignale.
Den Kunden beobachten
Oft verrät die Körperhaltung viel über Ihren Gesprächspartner. Gewisse Zeichen wie immer öfters auf die Uhr schauen oder das sich Ablenken lassen können Zeichen für Unaufmerksamkeit oder auch Desinteresse sein. Andererseits kann das Hochziehen der Augenbrauen ein Zeichen für eine besondere Interessensbekundung des Kunden sein. Oft hört man auch, dass ein Gesprächspartner, der mit verschränkten Armen dasteht, unbewusst Distanz schaffen will. Hier gilt: Übung macht den Meister; konzentrieren Sie sich auf Ihr Gegenüber und versuchen Sie, Signale für Interesse oder Desinteresse wahrzunehmen. Mit der Zeit wird es Ihnen immer leichter fallen, zu erkennen, ob man für Ihre Botschaft überhaupt empfänglich ist oder nicht.
Feedback geben lassen
Die beste Variante, um zu überprüfen, ob die Botschaft angekommen und verstanden wurde, ist das Nachfragen. Insbesondere bei den eigenen Mitarbeitern ist es wichtig, nachzufragen oder das Gesagte nochmals zusammenzufassen. Die verbale Komponente der Kommunikation ist als Verständigungskanal nach wie vor wichtig und sollte keineswegs vernachlässigt werden.
Es gibt keine Patentrezepte für ein garantiert adäquates Handeln, da die Kommunikation (verbal und nonverbal) sehr facettenreich und subjektiv wahrgenommen wird. Oft konzentriert man sich auf die Optimierung verbaler Kompetenzen und vernachlässigt die nonverbale Ebene: Versuchen Sie einmal, den Fokus auch auf die Körpersignale zu lenken: Wenn man zusätzlich auf nonverbale Zeichen achtet, lassen sich mit der Zeit gewisse Muster erkennen, die mithelfen, Missverständnisse vorzubeugen und die eigene Kommunikationsfähigkeit markant zu verbessern.
Wikipedia zu Paul Watzlawick: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick
Wikipedia zu Kommunikation: http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation
Interessante Website zum Thema Kommunikation: www.rhetorik.ch
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