Multitasking schadet der Produktivität
An unserem letzten Projektmanagementkurstag im ETH Zentrum wurde die Problematik des Multitaskings diskutiert. Gemäss Studien am King's College London (vom Institute of Psychiatry am 22. November 2005 veröffentlicht) ist erwiesen, dass unsere Produktivität sinkt, wenn wir mehrere Aufgaben miteinander zu bewältigen versuchen.
Konkret belegen die Studien, dass beispielsweise das laufende Beantworten eingehender E-Mails einerseits zu Verzögerungen in der Bearbeitung der Aufgaben führt und dass sich andererseits unser IQ durch Multitasking um 10 Punkte reduziert. Nun wird jeder Firmengründende/Jungunternehmende entgegenhalten, dass sich Multitasking nicht verhindern lässt. Als Selbständige/r muss man sich zu Beginn meist selber um alles kümmern; da zählt das Multitasking zu einem selbstverständlichen Teil des persönlichen Arbeitsstils (im Gegensatz zum organisatorischen Multitasking, wofür das Management verantwortlich ist).
Die Studie schlägt daher auch gleich selber geeignete Massnahmen vor, um die Produktivitätsverluste durch Multitasking in Grenzen zu halten, siehe auch http://discovermagazine.com/2005/nov/emerging-technology.
Das Zauberwort lautet: Priorisierung (d. h. möglichst wenig Ablenkung, um die einzelnen Aufgaben schneller und fehlerfreier erledigen zu können). Auch wenn nicht ganz auf Multitasking verzichtet werden kann, eine Optimierung der eigenen Produktivität durch Einteilen der Arbeiten und die Reduktion von Störfaktoren macht durchaus Sinn und kann helfen, Zeit (und damit auch Kosten) zu sparen.
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