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Der Businessplan ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Firmenneustart. Obwohl uns kaum ein Startup bekannt ist, dessen Businessplan genau eingehalten wurde und dessen Planzahlen realisiert wurden, ist ein Start ohne Plan fahrlässig. Weshalb? Untenstehend finden Sie einige wichtige Aspekte zum Thema Businessplan:

  1. Nutzen
  2. Zielgruppe: Für wen schreiben?
  3. Struktur eines Businessplanes
  4. Stolpersteine: Markt, Marketing und Finanzplanung
  5. Tipps
  6. Beratungen zum Businessplan

Benutzen Sie dazu die Checkliste „Businessplan", die Sie kostenlos vom Download Center runterladen können.

1. Nutzen

 Eine Geschäftsplanung ist zwingend notwenig. Folgende Überlegungen führen zu dieser Schlussfolgerung:

        • Systematisch eine Geschäftsidee durchdenken
          Sie gehen nach einem bewährten Schema systematisch alle Aspekte einer Firmengründung an.
        • Logik Beweisführung:
          Der Businessplan zeigt schnell, wenn sich Widersprüche in Ihre Überlegungen eingeschlichen haben – wenn Sie unter dem Punkt Marketing Fernsehwerbung planen, dann aber unter den Finanzen nur 5'000 CHF dafür einsetzen, stimmt die Logik nicht.
        • Zeigt Lücken und hilft, diese zu füllen
          Da Sie alle Aspekte im Businessplan abdecken müssen, fallen Lücken schnell auf. Typische Lücken sind im Bereich Markt, Marketing und Finanzen vorhanden.
    • Zwingt zu Entscheiden und zu Fokus
      Sie können nicht alles für jeden anbieten. Der Businessplan zwingt Sie zu fokussieren.
    • Trockenübung, Vorbereitung Geschäftsstart
      Durch die Planung ist Ihr Geschäftsstart bereits vorbereitet.
    • Hilft Idee zu kommunizieren
      Mit dem Businessplan können Sie Ihren Geschäftspartnern, Investoren oder anderen Ansprechsgruppen Ihre Geschäftsidee mitteilen.
    • Reduziert das Risiko
      Eine Firma gründen bedeutet, eigenes Geld und viel Zeit und Energie dafür einzusetzen. Manchmal werden die eigenen Ersparnisse eingesetzt, so dass nur eine kleine Reserve bleibt. Mit einer guten Planung und dem richtigen Vorgehen können Sie Ihr Risiko substanziell reduzieren.
    • Controlling
      Sie können nach dem Start Ihre effektiven Ergebnisse mit der Planung vergleichen und bei Abweichungen Massnahmen ergreifen.

2. Zielgruppe: Für wen schreiben?

    Für welche Personengruppen erarbeiten Sie den Businessplan?

        • Für sich selber
          Auch wenn Sie als Einzelperson eine Firma starten - schreiben Sie einen kleinen Businessplan, damit Sie an Sicherheit gewinnen.
        • Mehrere Firmengründer
          Damit Sie alle die gleiche Vorstellung von einem Firmenaufbau haben - eine Besprechung mit einigen Litern Bier führt meistens dazu, dass so viele Vorstellungen wie Personen vorhanden sind und sich niemand mehr an die Details erinnert.
        • Strategischer Partner
          Vielleicht haben Sie einen industriellen Partner an Bord, der sich überdurchschnittlich engagiert. Dann möchte er mehr über Ihre Überlegungen wissen.
        • Investoren
          Kapitalgeber sind nur mit einem Businessplan zu überzeugen.
    • Familie, Partner/-in
      Auch Ihre Familie muss hinter Ihnen stehen. Auch sie überzeugen Sie am Besten mit einem Plan.
    • Lieferanten
      Wenn Sie Produkte eines Lieferanten vertreiben möchten, will dieser einen Businessplan sehen.

3. Struktur eines Businessplanes

          Die Struktur eines businessplanes entspricht den folgenden Aspekten (siehe auch Checkliste "Businessplan" mit weitern Details dazu):


        1. Zusammenfassung (Executive Summary)
        2. Unternehmung
        3. Produkte/Dienstleistungen
        4. Märkte
        5. Konkurrenz
        6. Marketing
        7. Standort/Herstellung/Administration
        8. Organisation/Management
        9. Risikoanalyse
        10. Finanzplanung
        11. Finanzierung
        12. Realisierungsfahrplan
        13. Anhang

        Weitere Unterlagen, Vorlagen und ein Businessplan-Muster finden Sie unter der Gründungsplattform des Kantons Zürich www.gruenden.ch.

        4. Stolpersteine: Markt, Marketing und Finanzplanung

        1. Marktzahlen:
        Der Markt ist gross – diese Beschreibung reicht nicht. Wie definiert sich der Markt genau? Wie gross gemessen in Umsatz, verkauften Einheiten? Wie lässt sich der Gesamtmarkt unterteilen? Wächst der Markt? Seien Sie möglichst genau – Sie finden allein auf dem Internet zahlreiche Informationen, Studien und Unterlagen. Hilfreich sind auch Daten des Bundesamtes für Statistik (www.bfs.admin.ch) . Manchmal lassen sich auch mit dem besten Willen keine Daten finden – dann helfen Schätzungen, die auf verschiedenen Wegen zustande kommen. Entscheidend ist schlussendlich die Grössenordnung, und nicht das letzte Detail.

        2. Marketing:
        „Marketing mache ich über mein Netzwerk" – so lauten manchmal Beschreibungen zu diesem Thema. Dabei handelt es sich um DAS Schlüsselthema: Auch das beste Produkt, die beste Technologie, die kompetenteste Dienstleistung braucht einen Kunden, der für diese Leistung bezahlt. Die Kundenakquisition und das Marketing sind deshalb so zentral, dass Sie sich über einige Seiten (drei bis fünf) vertiefte Gedanken zu diesem Thema machen sollten. Wer ist meine Zielgruppe? Mit welchen Marketing-Massnahmen kann ich sie erreichen? Über welche Absatzkanäle komme ich an meine Zielkunden heran? Natürlich sind die Massnahmen verschieden, je nachdem ob Sie direkt an die Endkonsumenten (Business to Consumer, B-to-C) oder an Firmen (Business to Business, B-to-B) verkaufen. Hier lohnt es sich, eine konkrete zeitliche Planung zu erstellen, wann Sie welche Massnahmen durchführen möchten.

        3. Finanzplanung:
        Die Finanzplanung umfasst die Planerfolgsrechnung (Erträge und Aufwendungen innerhalb eines Jahres, arbeite ich mit Profit, auf Jahresbasis) und Planbilanz (Ermittlung der Aktiven und Passiven zu einem Stichtag, Eigen-/Fremdkapitalausstattung, auf Jahresbasis), die Liquiditätsplanung (wie viel Kapital benötige ich, um laufend meine Rechnungen bezahlen zu können, auf Monatsbasis) und eine Kapitalbedarfsplanung (wie viel Kapital benötige ich, um überhaupt starten zu können).

        Die Planung erlaubt auch, verschiedene Szenarien durchzurechnen: Optimistisches Szenario (Best Case Szenario), Realistisches Szenario (Realistic Case Szenario), Pessimistisches Szenario (Worst Case Szenario).

        Betrachten Sie dazu die Muster „Planerfolgsrechnung", „Liquiditätsplanung" und „Kapitalbedarfsplanung", die Sie kostenlos vom Download Center runterladen können.

        5. Tipps

        Einige Tipps zum Erstellen eines Businessplanes:

        1. Länge

          Werden Sie nicht zu lang – so kurz wie möglich, so lang wie notwendig. Ein guter Businessplan umfasst zwischen 15 und 30 Seiten.

        2. Optisch ansprechende Präsentation

          Wenden Sie Zeit auf, Ihre Aussagen im Businessplan optisch darzustellen (Grafiken, Tabellen etc.). Diese Darstellungen können in einem Überblick dem Leser einen Sachverhalt auf einfache Art und Weise näher bringen (z. Bsp. eine Tabelle über die Konkurrenz, mit Stärken/Schwächen, Angebotsvergleichen etc.)

        3. Einfach schreiben

          Vermeiden Sie eine wissenschaftliche Abhandlung oder zuviel Techie-Talk. Wenn Sie eine Technologie haben, versuchen Sie diese einfach darzustellen. Beschreiben Sie soviel wie notwendig.

        4. Quellen angeben
          Untermauern Sie Ihre Aussagen im Businessplan mit Quellenangaben, damit der Leser den Wert beurteilen kann.
        5. Unternehmer/-innen als Erfolgsfaktor Nr. 1
          Beschreiben Sie Ihre beruflichen Ausbildungen und Erfahrungen detailliert. Als Unternehmer/-in sind Sie der wichtigste Erfolgsfaktor. Der Leser kann so beurteilen, ob Sie – zumindest auf dem Papier – die Voraussetzungen mitbringen, die Firma erfolgreich aufzubauen.
        6. Konkret schreiben
          Gehen Sie spezifisch auf Ihr Produkt oder Dienstleistung ein. Wie unterscheidet es sich von der Konkurrenz? Machen Sie keine allgemeinen Aussagen, sondern spezifisch für Ihr Geschäft.

        6. Beratungen zum Businessplan

        Wenn Sie Fragen zum Businessplan haben, können wir Ihnen im Rahmen unserer kostenlosen Erstberatung gerne weiterhelfen.